Pfalzschnecke  

Historie

Geschichte der Weinbergschnecke


Der Konsum essbarer Schnecken dürfte schon prähistorischen Ursprungs sein. Die Bedeutung essbarer Schnecken in der Römerzeit ist durch Funde antiker Küchenabfälle in zahlreichen Ausgrabungsstätten des ehemaligen römischen Imperiums dokumentiert. Die Römer liebten Schnecken, besonders in Milch eingelegt, wegen ihrer anregenden Wirkung.

Im europäischen Mittelalter erhielt die Schnecke aus anderen Gründen besondere Bedeutung. Nach Definition der Bibel sind Schnecken weder Fisch noch Fleisch und dürfen daher auch während der Fastenzeit gegessen werden. Auf diese Weise kam es zur Entstehung einer Vielzahl von Schneckengärten vor allem in der Umgebung von Klöstern. Auch im Süden Deutschlands wurden Schnecken gezüchtet. Die wachsende Nachfrage und das stetige Absammeln ließen die natürlichen Bestände stark schrumpfen. Heute stehen Weinbergschnecken auf der roten Liste für artengeschützte Tiere. Nur durch Züchtung kann die Nachfrage befriedigt werden.

Noch heute ist die Fastenzeit Hauptsaison der Weinbergschnecken. Am Aschermittwoch findet traditionell das grosse Scheckenschlemmen statt.

In den achtziger und neunziger Jahren wurde aufgrund des Artenschutzes das Sammeln der Schnecken in freier Natur in vielen europäischen Staaten stark eingeschränkt. Die meisten heute verkauften Weinbergschnecken sind entweder Züchtungen von Schneckenfarmen oder Importe aus Ost- und Südosteuropa.

Der modernen gesundheitsbewussten Ernährung kommt die Schnecke entgegen: Ihr Fleisch besitzt einen hohen Proteinwert, ähnlich dem von Fisch, dabei weist es nur einen geringen Fettanteil und kein Cholesterin auf. 

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